Eutritzsch, 04.12.2019, von Joshua Petzold

Bombenentschärfung und Evakuierung in Leipzig

Am Dienstag, dem 03.12.2019 wurde am Morgen im Leipziger Stadtteil Eutritzsch eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Für die Entschärfung der Bombe musste in einem Umkreis von einem Kilometer alles evakuiert werden. Hierbei unterstützte der THW-Ortsverband Leipzig mit 40 Einsatzkräften.

Als der Kampfmittelbeseitigungsdienst um 13:00 Uhr bestätigte, dass es sich um eine britische 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe handelt, galt es den gesamten Umkreis von einem Kilometer zu evakuieren. Da dies in der dichtbesiedelten Stadt Leipzig eine Mammutaufgabe war, wurde das THW durch die Integrierte Regionalleitstelle Leipzig gegen 18:30 Uhr alarmiert.

Die Helferinnen und Helfer rückten mit drei Gerätekraftwagen (GKW) und dem Mannschaftslastwagen (MLW) aus. Zuerst wurde der Bereitstellungsraum an der neuen Messe angefahren und dann kam der Auftrag in Leipzig-Gohlis Häuser zu evakuieren.

Dabei mussten wir die Anwohner über die Evakuierung informieren und darum bitten, dass sie ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Sie hatten die Möglichkeit die Notunterkunft aufzusuchen oder bei Verwandten unterzukommen. Anwohner die in ihrer Mobilität eingeschränkt waren, wurden zur Haltestelle vom Shuttle begleitet.

Der Zugtrupp koordinierte die Arbeit unserer Einsatzkräfte. Dabei ging es darum Informationen per Funk entgegenzunehmen und sie an die Einsatzleitung weiter zu tragen. Darunter zählten Meldungen, wie: welche Häuser komplett evakuiert sind, wo sich die Anwohner weigerten ihre Häuser zu verlassen und die Polizei informiert werden muss oder ein Krankentransportwagen benötigt wurde.

Der Führungstrupp mit dem FüKW bekam die Aufgabe den Meldekopf am Bereitstellungsraum zu unterstützen. Dabei musste erfasst werden, wer sich alles im Bereitstellungsraum befand sowie welche Kräfte und Mittel an einem bestimmten Einsatzabschnitt benötigt wurden.

Am Mittwoch konnte der Einsatz kurz vor 06:00 Uhr beendet werden. Unsere Helfer verlegten daraufhin zurück in den Ortsverband und stellten die Einsatzbereitschaft wieder her. Im Einsatz waren Helferinnen und Helfer aus allen Fach- und Bergungsgruppen. Wir bedanken uns bei der Feuerwehr, Polizei und den Rettungsdienstorganisationen für die gute Zusammenarbeit.


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