Leipzig, 11.11.2017, von Falk Dietrich und Robert Franke

Personenrettung nach Hausexplosion

Nach der Explosion einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg kam es in Leipzig zu einer Hausexplosion mit einer Vielzahl von Verletzten. Einsatzkräfte aus den THW-Ortsverbänden Leipzig und Grimma retteten mehr als 40 zum Teil schwer verletzte Personen aus dem weitläufigen und schwer zugänglichen Gebäude.

Das Übungsszenario hielt für die ca. 40 beteiligten Helferinnen und Helfer überaus anspruchsvolle Aufgabenstellungen bereit. Nachdem ein brennender Pkw gelöscht wurde, verschafften sich die Einsatzkräfte durch ein Fenster in einer oberen Etage einen ersten Zugang. Danach galt es, die weitläufig in mehreren Untergeschossen befindlichen Personen zu suchen, medizinisch zu versorgen und in das sichere Freie zu bringen.

Aus verschiedensten Richtungen drangen Hilfeschreie zu den Rettern vor. Eine besondere Herausforderung stellten im Gebäude die völlig dunklen und zum Teil verrauchten Bereiche dar. Immer wieder kam es zu kleineren Explosionen.

Die Übungsleitung zeigte sich mit den Ergebnissen der Einsatzübung zufrieden. Ziel war es, die Einsatzkräfte mit der Größe des Gebäudes und der Vielzahl zu rettender Personen anfangs durchaus zu überfordern. Insbesondere sollte dadurch auf die Wichtigkeit einer schnellen und zielgerichteten Erkundung hingewiesen werden.

Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren der Übung aus dem THW-Ortsverband Leipzig. Die beiden Erics hatten bereits vor Monaten begonnen, die notwendigen Absprachen und Vereinbarungen mit der Eigentümerin des Gebäudes zu treffen. Sie sorgten für die Beteiligung der über 40 Verletztendarsteller sowie die Ausgestaltung des mehrere tausend Quadratmeter großen Objektes mit entsprechenden Spezialeffekten.

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